Künftige Nutzung des TVE-Geländes


Lebensmittelversorgung und Einzelhandel oder Wohnbebauung? Diese Frage stellte sich in der Stadtratssitzung im Oktober. Auch innerhalb unserer Fraktion wurde das Thema kontrovers diskutiert.

   Für beide Varianten sprechen gute Argumente. Die ortsnahe Versorgung mit Waren des Einzelhandels verhindert den „Einkaufstourismus“ in umliegende Kommunen. Sie bringt den alteingesessenen Gewerbebetrieben Kunden; denn diese haben dann die Möglichkeit, sich z. B. in der Bahnstraße mit den höherwertigen Produkten zu versorgen. Mehr Kauf- und damit mehr Wirtschaftskraft für die Stadt, so das pro-Argument.

   Abfluss der Kaufkraft in die Discountermärkte und damit Konkurrenz für die örtlichen Betriebe, war das hauptsächliche Gegenargument. Der Stadtrat signalisierte mehrheitlich Zustimmung zum Konzept des Turnvereins, das Gelände an Initiatoren solcher Betriebe zu veräußern. Natürlich ist es auch fraglich, ob angesichts der nahen Wohnbebauung ein Sondergebiet für Einzelhandel das Genehmigungsverfahren beim Landratsamt passieren wird.

   Deshalb ist der TVE sicher gut beraten, auch den Verkauf an Wohnbauinteressenten im Auge zu behalten. Wichtig ist jedenfalls, dass dem Verein die Möglichkeit zum Bau einer neuen Halle nicht unnötig erschwert wird.

 

Stadtrat
Michael Pfeffer